ZurückWeiter   Die Wachttürme am Limes (Gaulskopf)

Die Rekonstruktion eines hohen steinernen Wachtturms auf dem Gaulskopf

Auf dem Gaulskopf, einer kleinen Erhebung im nordöstlichen Taunus, hat man ein ungewöhnlich großes und kräftiges Turmfundament mit Strebepfeilern gefunden. Hier hat vermutlich ein besonders hoher Signalturm gestanden, der wahrscheinlich mit dem 6,5 km entfernten Signalturm auf dem Johannisberg in Bad Nauheim Verbindung hatte, der wiederum mit dem Limeskastell in Friedberg in Verbindung stand. Vom Gaulskopf hat man eine vorzügliche Fernsicht auf die nördliche Wetterau, den Limes entlang nach Nordosten als auch den Taunuskamm hinauf nach Südosten. Feuer und als auch Rauch werden wohl damals als Signale zur Weitergabe von Nachrichten eingesetzt worden sein. 

1926 ist neben der Ruine des Turms eine Rekonstruktion errichtet worden, die als eine der besten Wachtturmrekonstruktionen am Limes gelten kann. Allerdings war der antike Turm weiß verputzt mit roten Fugen und dürfte sogar noch etwas höher gewesen sein. Ein Holzturm befand sich nicht auf dem Gaulskopf, weil die ältere Limeslinie weiter östlich verlief. Die Rekonstruktion im Ockstädter Wald wird auch Gustav-Oberländer-Turm genannt.


Die vorzügliche Aussicht vom Turm in Richtung Norden


Limes-Wanderweg des Taunusklubs am Turm

(Aus: "Die Römer in Hessen", 1989, D. Baatz & F.-R. Herrmann)

Zum Wachtturm bei Idstein-Dasbach

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